Peelingmethoden Teil 1 – Microdermabrasion

 

Die Microdermabrasion ist ein mechanisches Intensiv-Peeling. Durch das vorsichtige abschleifen der obersten Hornschicht, wird die Hautstruktur verfeinert.
Dieses Verfahren wird von ausgebildeten Kosmetikerinnen angewendet.
Die Abschleifung kann durch einen Kristallstrahl erfolgen (z.B. Reviderm) oder durch einen Diamantschleifkopf (z.B. CNC )

Beide Verfahren sind ident. Bei der Anwendung bevorzuge ich die Diamant-Mircodermabrasion, da mir die Handhabung mit den verschiedenen Diamantschleifköpfen besser liegt.
Bevor die Abschleifung beginnt, wird zuerst ein Enzympeeling (CNC ) aufgetragen. Die Hautschüppchen werden dadurch schon vorab aufgelockert und können mit der Abschleifung besser abgetragen werden.
Die Microdermabrasion verfeinert sichtbar das Hautbild. Die darauf folgenden Pflegeprodukte können nach einer Abschleifung besser aufgenommen werden. Kleine Fältchen werden gemildert. Auch Akne-Narben können verfeinert werden.

Bei einer großporigen, unreinen Haut kann eine Mircodermabrasion helfen. Die passende Pflege kann bei dieser Problemhaut noch zusätzlich Abhilfe schaffen. Dazu passen adstringierende, entzündungshemmende, talgreduzierende, ausgleichende Produkte. Am besten alles von einer Marke verwenden, denn es wäre möglich, dass unterschiedliche Produkte kontraindiziert wirken können, also nicht miteinander harmonisieren und es zu unerwünschten Reaktionen kommen kann.

Bei der Diamantabschleifung entsteht durch den Vakuumsog ein leichter Unterdruck, der zugleich massiert und tiefer liegende Unreinheiten lockert und zusätzlich an die Oberfläche ziehen kann.
Bei starken Entzündung, Knoten oder sogar Herpes sollte man kein mechanisches Peeling anwenden.
Ebenso wird bei offenen Wunden, Sonnenbrand, Schwangerschaft keine Microdermabrasion durchgeführt.
Sind Äderchen (Couperose/Rosazea) vorhanden oder ist die Haut sehr dünn, sind andere Varianten von Peelings empfehlenswert (chemisches Peeling z.B. Fruchtsäure).
Auch sehr trockene Haut eignet sich für die Mikrodermabrasion nicht gut. Hierfür sollte man auf die Fruchtsäure zurückgreifen, da durch eine Fruchtsäurebehandlung die Haut besser durchfeuchtet wird.

Die Microdermabrasion ist absolut schmerzlos. Je nach Intensivität der Abschleifung, kann die Haut danach leicht gerötet sein und evtl. ein bisschen spannen. Im Normalfall klingt die Rötung spätestens nach der Einwirkzeit der Maske (ca. 20 min.) wieder ab.
Es empfiehlt sich meistens eine Kuranwendung von ca. 4 bis 6 mal (1x wöchentlich) durch zuführen. Je nach Hautsituation und Hautbeschaffenheit kann eine Auffrischung alle 6 bis 8 Wochen erfolgen.
Generell sollte ein mechanisches Peeling nur von Oktober bis April/Anfang Mai durchgeführt werden. Da die oberste Hornschicht (Schutzschicht) abgetragen wird, reagiert die Haut viel sensibler auf die Sonneneinstrahlen (Sonne/Solarium) und somit können sich dann schnell unschöne braune Flecken bilden.
Ein Sonnenschutz (unbedingt!) von mind. 30 bis 50 LSF bis zu vier Wochen nach der letzten Microdermabrasion ist daher anzuwenden.

Ist die Entscheidung gefallen, eine Microdermabrasion durch zuführen, sollte man auch nur dieses Verfahren anwenden. Zusätzliche Peeling-Methoden wären zu viel für die Haut.
Auch Enthaarungsmethoden (z.B. Enthaarungscremen – Reizung oder IPL – starke Lichteinstrahlung) sind in dieser Zeit nicht optimal.

Nach jeder Microdermabrasion wird ein kleiner Teil der Hornschicht abgetragen. Die Haut kann nun viel besser die Pflegesubstanzen aufnehmen. Es rentiert sich anschließend ein Serum, hochwertigen Ampullen, Masken oder spezielle Cremen anzuwenden.
Die Hautsituation kann somit optimal ergänzt werden.

Die Microdermabrasion kann auch eine ergänzende Vorbereitung für weitere Verfahren wie z.B. Needling, Laseranwendungen oder Unterspritzungen sein.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Mikrodermabrasion optimal anzuwenden.
Generell sollte man sich immer fachmännisch beraten lassen.

Faustregeln für den richten Umgang mit intensiven Peelings:

      • Das richtige Peeling für die Hautbeschaffenheit und Hautsituation
      • Lasst euch immer von einer Fachkosmetikerin beraten.
      • Sonnenschutz
      • Bis zu vier Wochen nach der letzten Intensiv-Peeling-Anwendung einen Sonnenschutz von mind. 30 LSF bis zu 50 LSF anwenden.
      • Ergänzende Pflege
      • Die Behandlung kann somit optimiert werden. Hierfür ist es ratsam sich ebenfalls von einer Fachkosmetikerin beraten zu lassen.
      • Sonneneinstrahlung minimieren, kein Solarium –> sonst gibt es unschöne Flecken.
      • Intensive Peelings nur von Oktober bis April anwenden
      • Während der Behandlungsintervalle auf intensiven Sport, Dampfbad, Sauna, IPL- Haarentfernung, Enthaarungscremen, andere Peeling-Varianten verzichten. –> Die Haut wird nur unnötig gereizt
      • Sollten Hautschüppchen entstehen, diese nicht abziehen, sondern abfallen lassen.

Keine intensiven Peelings bei

        • Krankheit (Herpes, etc.)
        • Entzündungen
        • offene Wunden
        • Schwangerschaft
        • Sonnenbrand, etc.

Falls ihr Anregungen, Fragen oder Kritiken zu diesem Thema habt, würde ich mich freuen von euch zu lesen.
Love Ursula

Peeling Variationen

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